Das können wir selbst!
Vielfältige Aufgaben selbst übernehmen zu können, spart mehr als Geld. Lösungen werden flexibler, persönlicher und passen besser zum Ort und den vorhandenen Ressourcen.
Heute gibt es für fast jede Aufgabe Spezialist*innen. Das soll effizient sein, ist aber häufig nur kompliziert. Wenn wir verlernen, alltägliche Probleme selbst zu lösen, werden wir unflexibel und abhängig von Systemen, die oft nur deshalb funktionieren, weil sie Ressourcen und Arbeitskräfte ausbeuten. Wo braucht es wirklich Profis und wo können wir wieder mutiger selbst gestalten, pflegen, reparieren und erschaffen?
Der Hüttenwart stemmt den Betrieb alleine (#43). Auch auf dem Hof sind vielfältige Fähigkeiten gefragt und mit den Händen zu arbeiten ist eine Idylle (#99). Der Umbau eines Kellerraums zum Trainingsort zeigt, wie viel durch Learning-by-Doing erreicht werden kann: mit etwas Kreativität entsteht ein Ort ganz nach eigenen Vorstellungen (#74), in dem jedes Objekt eine Geschichte trägt. Das eigene Haus selber zu bauen, erfordert viel Zeit und Flexibilität, doch wer kann schon von sich behaupten, im besten Haus der Welt (#61) zu wohnen?
Was braucht es, damit mehr Menschen solche vielseitigen Fähigkeiten entwickeln können? Es ist wichtig, voneinander zu lernen (Entwicklung) und Wissen bereitwillig zu teilen, damit es in der Gemeinschaft verfügbar bleibt. Bürokratie, welche die Eigeninitiative einschränkt, sollte durch das Bereinigen der Gesetze (Kooperation) minimiert werden, damit mehr Handlungsspielraum entsteht. Eigenständige Orte (Raum) können sehr von solchen “Alleskönnern” profitieren. Test-Zusatz: Wer sich von Sinnlosem befreit (Care), hat mehr Kapazität für eigene Projekte. Besonders nachhaltig ist es dann, wenn auf die zyklische Verfügbarkeit von Materialien (Kreislauf) geachtet wird, denn auch Entscheidungen im Privatleben können politisch sein (Sinn).; Q
