Ressourcen vor Plan
Wenn der Plan aus dem entsteht, was da ist, mangelt es an nichts.
Welches alte Planungsmuster darf in den Ruhestand?
Pläne und Wünsche entstehen zuallererst in unseren Köpfen, im zweiten Schritt hat uns die Welt dafür die Ressourcen zu liefern. An diese Reihenfolge konnten sich Geschäftsmodelle und Konsumwünsche gewöhnen, weil materielle Ressourcen scheinbar immer verfügbar sind, wenn man Konsequenzen für Menschen und Umwelt in Kauf nimmt. In der Illusion der grenzenlosen Verfügbarkeit sprengen Erwartungen und Effizienzdruck auch die persönlichen Grenzen der Planenden.
In Fülle gibt es Vieles: der leere Kellerraum #74 wird dank totaler Gestaltungsfreiheit zum wohl kostengünstigsten Break-Dance-Studio. Im Brockenhaus entstehen genau wegen der fehlenden Planbarkeit die schönsten Überraschungsmomente #70. Nur mit Abbruchmaterialien kann das beste Haus der Welt stressfrei gebaut werden #61. Darf der Laden bereits um 15 Uhr ausverkauft sein, gibt’s garantiert keine Überstunden #56. Und wenn sich das Geschäftsmodell nach den Jahreszeiten richtet, wird Solidarität zur wichtigsten Währung #189.
Mit flexiblen Plänen können wir mit dem arbeiten, dass dank natürlicher Zyklen im Überfluss vorhanden ist. Wenn Tauschräume entstehen, vergrössert sich unser Sortiment schlagartig. Je vielfältiger unser Handwerkskönnen, desto mehr können wir aus Materialien herausholen. Einfach Nein sagen zu können, hilft immer dann, wenn wir unsere Pläne in einem Luftschloss gebaut haben.
Wie machen wir das zum neuen Standard? Muster weiterentwickeln.
