Nicht mehr, nicht weniger

In Kreisläufen liegt das Optimum in der Balance.

Welche Optimierungsphilosophie ist nicht Kreislauf-fähig?

Höhere Verkaufszahlen steigern den Ertrag, mehr Konsum steigert das Bruttosozialprodukt, mehr Kinder steigern die Rentensicherheit, längere Arbeitszeit steigern die Chance auf Beförderung, mehr Publikationen die Chance auf die Professur. Die alten Systeme folgen einer simplen Optimierungslogik: mehr ist besser. Für gewisse Zeit kann so vielleicht mehr ausgequetscht werden. Aber sobald der ganze Krug zerbricht, wird klar, dass sich das insgesamt nicht gelohnt hat.

Qualität geht vor Quantität, wenn die Salsa nur aus den besten Tomaten gemacht wird#68. Statt zu maximieren schafft die Permakultur maximal effiziente Ressourcenkreisläufe#96. Eine solidarische Landwirtschaft wächst genau auf die Grösse, die sozial und ökologisch Sinn macht#189. In der Balance zwischen Effizienz und persönlichem Kontakt findet die Food-Kooperative eine optimale Anzahl an Mitgliedern#35. Erreicht ein Projekt eine gute Grösse, ist kopieren besser als wachsen#57. Auch bei Städten gilt: grösser ist nicht immer besser#72. Der Maximierungslogik zu entkommen macht glücklicher und erfolgreicher, sei es beim Blumengiessen#28, in der Kinderbetreuung#51, dem Lebensrhythmus#136 oder der Firmenphilosophie#9. Und die Fasnachtschüechli helfen zu einer simplen Einsicht: besonders gut sind sie gerade deshalb, weil es sie nur einmal im Jahr gibt#7.

Fallen euch dazu Ideen, Geschichten, Forschung, Kritik ein?

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